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Heimtiere: Fische

Fische Aquarienfische zu halten ist nicht so einfach, wie sich das viele Leute vorstellen. Zur Pflege der Fische gehört schliesslich auch die Kontrolle ihres Lebensraums - des Wassers. Die Qualität des Aquarienwassers ist in der Regel in einem labilen Gleichgewicht. Sie muss regelmässig gemessen werden, da man Verschlechterung nicht von Auge sichtbar ist.

Ein Aquarium ist ein kleines Ökosystem. Fische und Wasserpflanzen versorgen sich gegenseitig mit lebenswichtigen Stoffen: Fische atmen Kohlendioxid aus, das die Pflanzen brauchen. Ebenso produzieren die Fische Kot, der Verbindungen wie Ammoniak enthält. Dieser giftige Stoff wird von Bakterien im Bodengrund und im Wasserfilter des Aquariums in Nitrat umgewandelt, das den Pflanzen als Dünger dient.

Die Pflanzen können jedoch nicht alles Nitrat verwerten. Reichert es sich im Aquarium an, wirkt es als Gift für die Fische. Es ist deshalb wichtig, das Wasser wöchentlich oder zweiwöchentlich zu einem Viertel bis zu einem Drittel zu ersetzen.

Die meisten Fischarten benötigen ganz bestimmte Wasserwerte, was den Säuregrad, die Wasserhärte und die Temperatur angeht. Sie tolerieren häufig keine grossen Abweichungen.

So unterschiedlich die Ansprüche der verschiedenen Fischarten an ihren Lebensraum sind, so unterschiedlich ist auch ihr Sozialverhalten. Die Zierfischhaltung in einem Aquarium soll immer bestmöglich auf das Verhalten der Fische in ihrem natürlichen Lebensraum ausgerichtet sein.

Viele der häufig gehaltenen Zierfische sind Schwarmfische, etwa Barben und Salmler, aber auch Guppys und Goldfische. Sie sollten deshalb nie einzeln, sondern immer in Gruppen gehalten werden. Die ideale Gruppengrösse ist abhängig von der Fischart. Andere Fische dagegen verteidigen ihr Territorium, zum Beispiel Buntbarsche. In kleineren Aquarien können Sie nur als Paar gehalten werden. Sie greifen in der Regel Fische der eigenen oder anderer Arten an. Mehrer Paare Buntbarsche können nur in einem ausreichend grossen Aquarium gehalten werden.

Vermeiden Sie eine Überbevölkerung Ihres Aquariums. Die meisten Gesundheitsprobleme von Fischen treten auf, weil zu viele Tiere ein Aquarium teilen. Das Aquarium darf ferner keine Materialien oder Strukturen aufweisen, an denen sich die Fische verletzen oder vergiften können.

Ermöglichen Sie Ihren Fischen einen Tag-/Nachtrhythmus. Stellen sie also das Aquarium nirgends hin, wo es ständig taghell ist. Das Aquarium sollte auch nicht direktem Sonnenlicht ausgesetzt sein. Starke Sonneneinstrahlung fördert das Algenwachstum und heizt das Wasser übermässig auf, wodurch der Sauerstoffgehalt des Wassers sinkt.

Übrigens: In einem so genannten Goldfischglas können weder Goldfische noch andere Fische tiergerecht gehalten werden. Goldfische leben natürlicherweise in Gruppen. Ein Goldfischglas bietet einen viel zu kleinen Lebensraum ohne Rückzugsmöglichkeiten und ohne Sozialkontakt.

Falls Sie sich - nach gründlicher Überlegung der oben genannten Punkte - entschlossen haben, Fischen ein Zuhause zu bieten, haben Sie bei Tierschutzinitiativen, die sich auf Fische spezialisiert haben, eine große Auswahl an tollen Fischen, die sich auf ein artgerechtes Leben bei Ihnen freuen.


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